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Problem: Schuhkauf für Männer

17. Februar 2009 um 11:51

Die folgende Geschichte ist mir wirklich so passiert, auch wenn es sich so liest als wäre es erfunden.

Im Dezember 2007 war ich als ganz "normaler" "Durchschnitts-Mann" genötigt ein paar neue Winterstiefel in Größe 42 oder 43 zu kaufen, da sich bei meinen Alten die Kunststoffsohle aufgrund des Alters plötzlich aufgelöst hat.
"Winterstiefel" zu kaufen heißt beim deutschen Durchschnitts-Mann ja eigentlich "Schuhe, die gerade mal mit Mühe und Not die Knöchel bedecken, egal wie kalt der Winter ist und wieviel Schnee liegt".

Meine Frau wollte schon ein mal eine Vorauswahl treffen und investierte einen Nachmittag nach der Arbeit in Hanau und besuchte sämtliche Schuhgeschäfte - es kam aber kein einziges Paar Schuhe in Frage.

Also fuhren wir dann einen Samstag 50 Kilometer bis nach Fulda, da es hier doch einige große in der Region bekannte Schuhgeschäfte gibt.

Im ersten größeren Schuhgeschäft in der Nähe des Fuldaer Doms waren die Herrenschuhe zusammen mit den Kinderschuhen im hinteren Bereich des Geschäftes angeordnet. In dem durch einen Absatz im Fußboden räumlich abgetrennten Bereich des Geschäftes drängten sich ein Pfeiler zur Abstützung der Decke, mehrere Familien die Kinderschuhe aussuchten und mehrere ratlos herumstehende Männer. Die Schuhe waren schnell in Augenschein genommen - es handelte sich anscheinend um Reste der letzten Sommerkollektion. Wir suchten dann im Angesicht des Gedränges schnell das Weite in Richung des nächsten Schuhgeschäftes.

Hier befand sich die Herrenschuh-Abteilung im ersten Stock. Der große Raum war weitgehend leer, es waren nur mehrere Stapel mit leeren Schuhkartons abgestellt. Ein paar einzelne Schuhe fanden sich dann schließlich doch noch - diese hatte man aber sofort mit dem Begriff "Zuhälter" verbunden. Eine Verkäuferin war nicht zu entdecken.

Im letzten Schuhgeschäft, das sich über mehrere Räume und Ebenen erstreckt, konnten wir die Herrenschuhabteilung zunächst nicht finden. Auf Nachfrage bei einer Verkäuferin zeigte man uns seitlich von der Kasse eine lange, schmale Treppe die in den ersten Stock in einen kleinen Raum führte. Als wir Oben waren, ging die hier tätige mürrisch aussehende, unattraktive Verkäuferin nach unten. Ein anderes Paar auf Schuhsuche flüsterte sich dann gerade zu: "Hoffentlich bleibt Die lange weg, die nervt ja nur und hat keine Ahnung". Hier gab es eine größere Schuhauswahl, für einen Einsatz im Schnee kamen aber auch nur Wanderschuhe in Frage.
Ich hatte dann absolut keine Lust mehr und wir widmeten uns der vielfältigen Auswahl von Schuhen für meine Frau.

In einem Schuhgeschäft im Ort Wächtersbach, das mittlerweile nicht mehr existiert, schallte uns ein barsches "Herrenschuhe führen wir nicht mehr" entgegen.

Fündig wurden wir dann, wie schon oft, in einem Schuhgeschäft in Bad Orb. Die Auswahl für Herren ist zwar auch hier, gemessen an der Anzahl der Regale, kleiner als zehn Prozent der Schuhe für Frauen aber man findet doch immer wieder tragfähige Schuhe.
Nur einmal mußte ich auch hier gehörig schlucken, als ich nach dem Kauf eines Paar Schuhe für den Sommer mit auf den Weg bekam: "Das sind sehr gute Schuhe. Dieses Modell verkaufen wir schon seit vielen Jahren ... (Soviel zu Mode für den Mann)

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18. Februar 2009 um 19:09

Dein Erlebnis
kann ich absolut nachvollziehen, da ich in der Vergangenheit dasselbe mitmachen musste: Schuhkauf war fÜr mich eine einzige Katastrophe, weil es nichts, aber auch gar nicht ansprechendes für Männer gibt. Deshalb lasse ich konsequent den öden Mist von Herrenschuhen liegen und bediene mich fortan in der Damenabteilung nach Schuhen, die meiner Meinung nach in den Unisex Bereich fallen. Das sind sportliche Ballerinas und Langschaftstiefel mit maskuliner Optik. Da ich Grösse 42 habe, liege ich gerade noch im Rahmen, genügend Auswahl zu haben.

Aus Neugierde werfe ich trotzdem immer noch mal einen Blick auf das Angebot von Herrenschuhen. Das sind dann zum grössten Teil Business-Schuhe, Schnürschuhe und Slipper. Dann noch die Waldbrandaustreter, was sich Sneakers nennt und Sandalen, die sich von der Optik her auf ein Publikum +50 zugeschnitten sind. Es gibt nur die üblichen 3 Farben schwarz, braun und noch grau.

Das, was als Stiefel angeboten wird, sind allenfalls knöchelhohe Wanderschuhe. Deshalb der Name "Boots", da Stiefel im eigentlichen Sinne der Damenwelt vorbehalten sind Der Satz einer Forumsmitgliederin: "Stiefel sind für Frauen, Boots sind für Männer"

Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass Herrenschuhabteilungen immer kleiner werden. Da ja ganze Herrenmodeabteilungen verschwinden, wird das auch bald mit den Schuhen passieren und wird darauf hinaus laufen, dass es Schuhgeschäfte nur noch für Frauen gibt, die Männer aber ihre Treter bei Lidl und Co. als Ramschware neben Mülltüten und Pappteller kaufen müssen.

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13. März 2009 um 1:13

Soisses
Ich bevorzuge "Schuhe" also ganze Schuhe. Keine Halbschuhe. Im Schuhladen können die Verkäuferinnen mit der Bezeichnung Schuhe nix anfangen, die fragen dann immer "Sie meinen Stiefeletten?" Grrrrr, Stiefeletten sind dünne Mistdinger die sich seitlich per Reißverschluß schließen lassen. Nein, ich meine Schuhe, die Dinger, die es schon gab, bevor der Halbschuh in Mode kam. Feste Schnürschuhe, die über den Knöchel reichen. Und die gibts nur in etwas besseren Läden in größeren Städten. Sie kosten in der Regel über 200 Euro, was aber ok ist, denn sie halten auch bei guter Pflege 10 Jahre.
Apropos Mode; Mode ist nur was für Schwachköpfe, denn wer weiß was er will, braucht keine Mode, die ihm sagt was er wollen sollte.

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13. März 2009 um 12:38
In Antwort auf fred_12496534

Soisses
Ich bevorzuge "Schuhe" also ganze Schuhe. Keine Halbschuhe. Im Schuhladen können die Verkäuferinnen mit der Bezeichnung Schuhe nix anfangen, die fragen dann immer "Sie meinen Stiefeletten?" Grrrrr, Stiefeletten sind dünne Mistdinger die sich seitlich per Reißverschluß schließen lassen. Nein, ich meine Schuhe, die Dinger, die es schon gab, bevor der Halbschuh in Mode kam. Feste Schnürschuhe, die über den Knöchel reichen. Und die gibts nur in etwas besseren Läden in größeren Städten. Sie kosten in der Regel über 200 Euro, was aber ok ist, denn sie halten auch bei guter Pflege 10 Jahre.
Apropos Mode; Mode ist nur was für Schwachköpfe, denn wer weiß was er will, braucht keine Mode, die ihm sagt was er wollen sollte.

Und eine weitere Rüge ...
... für Deine erbärmliche Ausdrucksweise und den respektlosen Umgang mit Menschen, die sich für Mode begeistern können.

Und: Stiefel sind per Definition alle Schuhe, die über den Knöchel reichen. Schuhe sind die, die ungefähr die Hälfte des Knöchels bedecken, wenn es da überhaupt eine Definition gibt. Halbschuhe sind die, die den Knöchel freilassen. Schuhtist kann Dir da sicherlich mehr zu sagen. Neben der Sandale ist der Stiefel wohl die älteste Schuhform. Du meinst ganz offensichtlich Schnürstiefeletten. Aber die sind nur begrenzt einsetzbar, für elegante Outfits schon eher grenzwertig, selbst die eleganteren Schnitte. Wer glaubt, alles im Leben mit demselben Werkzeug zu bestreiten, besitzt offensichtlich ein Defizit in Sachen Stil und Finesse.

LG
Madinside

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12. November 2009 um 20:50
In Antwort auf teerpirat

Dein Erlebnis
kann ich absolut nachvollziehen, da ich in der Vergangenheit dasselbe mitmachen musste: Schuhkauf war fÜr mich eine einzige Katastrophe, weil es nichts, aber auch gar nicht ansprechendes für Männer gibt. Deshalb lasse ich konsequent den öden Mist von Herrenschuhen liegen und bediene mich fortan in der Damenabteilung nach Schuhen, die meiner Meinung nach in den Unisex Bereich fallen. Das sind sportliche Ballerinas und Langschaftstiefel mit maskuliner Optik. Da ich Grösse 42 habe, liege ich gerade noch im Rahmen, genügend Auswahl zu haben.

Aus Neugierde werfe ich trotzdem immer noch mal einen Blick auf das Angebot von Herrenschuhen. Das sind dann zum grössten Teil Business-Schuhe, Schnürschuhe und Slipper. Dann noch die Waldbrandaustreter, was sich Sneakers nennt und Sandalen, die sich von der Optik her auf ein Publikum +50 zugeschnitten sind. Es gibt nur die üblichen 3 Farben schwarz, braun und noch grau.

Das, was als Stiefel angeboten wird, sind allenfalls knöchelhohe Wanderschuhe. Deshalb der Name "Boots", da Stiefel im eigentlichen Sinne der Damenwelt vorbehalten sind Der Satz einer Forumsmitgliederin: "Stiefel sind für Frauen, Boots sind für Männer"

Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass Herrenschuhabteilungen immer kleiner werden. Da ja ganze Herrenmodeabteilungen verschwinden, wird das auch bald mit den Schuhen passieren und wird darauf hinaus laufen, dass es Schuhgeschäfte nur noch für Frauen gibt, die Männer aber ihre Treter bei Lidl und Co. als Ramschware neben Mülltüten und Pappteller kaufen müssen.

Versorgungslücke
Ende der Fahnenstange bei Schuhgrösse 46?
War ich zur Schulzeit vor 50 Jahren meist der Längste oder zumindest Zweitlängste, komme ich mir heutzutage mit 1m90 eher mittelmässig vor, sind denn meine Füsse mit 47 soviel grösser als die Norm? Schuhauswahl begrenzt sich auf die rechte Ecke des letzten Regals (da, wo nicht mehr regelmässig staubgewischt wird...) Da geht man an vielen Schuhmodellen vorbei, die richtig gut gefallen würden, die aber bei Nr. 42 aufhören, dann bescheidenere Modelle und keine Stiefel mehr bis Nr 45 und dann dünnt sich das Angebot aus. Wo kaufen die Leute, auch die Mädchen werden immer länger, die mich überragen ein? Hallo Schuhindustrie! Versorgungslücke!
Gruss aus dem Wörthersee, mojado

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12. November 2009 um 21:11
In Antwort auf mojado49

Versorgungslücke
Ende der Fahnenstange bei Schuhgrösse 46?
War ich zur Schulzeit vor 50 Jahren meist der Längste oder zumindest Zweitlängste, komme ich mir heutzutage mit 1m90 eher mittelmässig vor, sind denn meine Füsse mit 47 soviel grösser als die Norm? Schuhauswahl begrenzt sich auf die rechte Ecke des letzten Regals (da, wo nicht mehr regelmässig staubgewischt wird...) Da geht man an vielen Schuhmodellen vorbei, die richtig gut gefallen würden, die aber bei Nr. 42 aufhören, dann bescheidenere Modelle und keine Stiefel mehr bis Nr 45 und dann dünnt sich das Angebot aus. Wo kaufen die Leute, auch die Mädchen werden immer länger, die mich überragen ein? Hallo Schuhindustrie! Versorgungslücke!
Gruss aus dem Wörthersee, mojado

Grundsätzliches Problem
(das auch weniger was mit diesem Thread zu tun hat)

Die ganze Welt wächst. Und wenn man WIKI Glauben schenkne mag, liegt die letzte richtige Vermessung von Männenr und Frauen mehr als drei Jahrzehnte zurück.
Komischer Weise höre ich immer wieder, dass man genau das erkannt hat und die Mdeindustrie reagieren muss/ reagiert und angeblich schon längst wieder aktiv ist. Aber in den Schuhregalen scheint sich nichts zu tun, eher im Gegenteil.
Bei den Damen hören die modischen Modelle meist bei Gr. 40/41 auf, alles andere darüber ist Oma-Bequemschuh.
Ich schätze, das ist im Herrenschuhbereich kaum anders.

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13. November 2009 um 12:17
In Antwort auf mojado49

Versorgungslücke
Ende der Fahnenstange bei Schuhgrösse 46?
War ich zur Schulzeit vor 50 Jahren meist der Längste oder zumindest Zweitlängste, komme ich mir heutzutage mit 1m90 eher mittelmässig vor, sind denn meine Füsse mit 47 soviel grösser als die Norm? Schuhauswahl begrenzt sich auf die rechte Ecke des letzten Regals (da, wo nicht mehr regelmässig staubgewischt wird...) Da geht man an vielen Schuhmodellen vorbei, die richtig gut gefallen würden, die aber bei Nr. 42 aufhören, dann bescheidenere Modelle und keine Stiefel mehr bis Nr 45 und dann dünnt sich das Angebot aus. Wo kaufen die Leute, auch die Mädchen werden immer länger, die mich überragen ein? Hallo Schuhindustrie! Versorgungslücke!
Gruss aus dem Wörthersee, mojado

Vielleicht ein Tip
Falls Du auf Westernstiefel stehst - bei www.sendra-store.de bekommst Du Stiefel bis Grösse 48. Andere Übergrössen können auch bestellt werden.
Du musst nicht zwangsläufig zu Kartoffelstampfern greifen, wo sich schon ne Staubschicht angesetzt hat.

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28. November 2009 um 22:55

Guter Tipp
www.shoewerk.de

Die haben schöne und ausgefallene Designs und die Schuhe sind sogar handgefertigt. Die Italiener sind bei Schuhen immer noch die Besten.

@alle Männer:

Wir Frauen finden, Ihr könntet auch auf Mode und guten Style achten. Wills nicht pauschalieren, aber ich krieg regelmäßig die Krise, wenn ich auf die Schuhe von vielen Männern schaue. Da schüttelts mich.

Aber wenn ich hier lese, dass das Angebot entsprechend gering ist, tut's mir schon fast wieder leid. Trotzdem....es gibt mittlerweile viele gute Anbieter und Designer für Herrenmode und Styleberatung auch an jeder Ecke. Also, modemuffeln war gestern!!!

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