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Nächstes Jahr Verlobung - Welcher Ring eignet sich?

14. Dezember 2012 um 10:38

Hallo zusammen,

ich bin Charles und das ist ein Pseudonym, da meine Freundin auch hier aktiv ist. Sie weiß nichts davon, auch nicht davon dass ich mich miut dem Gedanken trage im nächsten Jahr die Frage der Fragen zu stellen.

Bevor ich viele fachliche Fragen bspw. zu den 4c's und wie ich sie erkenne, stelle, frage ich Euch nach welchen Kriterien ihr gegangen seid um den Ring zu finden.

Ich habe eine gewisse Vorstellung von dem Ring, weiß aber weder ob es so einen gibt noch ob er überhaupt gut aussieht und ob er bezahlbat bleibt.

Meine Vorstellung ist Platin mit einem einzelnen Stein.
Wie dieser eingefasst ist, die Größe, Form und Schliff des Steins, ob es ein Diamant wird oder lieber klassisch ein Saphir (hab gelesen, dass Saphir für Treue steht) weiß ich nicht. Sind 500 realistisch für einen hochwertigen Ring oder ist das fern ab jeder Realität?

Also frage ich Euch , die hoffentlich erfolgreiche Erfahrungen haben

VG und herzlichen Dank
Charles

P.S. Vielleicht habt ihr auch Tipps und Empfehlungen zu Online Shops.

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16. Dezember 2012 um 1:08

Platin-Ring mit Brillant
Hallo Charles,
gleich zu Anfang - 500 sind nicht realistisch.

Und bevor ich weiter auf Deine Frage eingehe, schicke ich voraus, dass ich Goldschmiedemeister bin. Nein, ich werde keine Eigenwerbung machen, sondern neutral und außerdem mit fachlichen Tipps auf Deine Frage eingehen.

Mit der weißen Farbe des Platins (mehr dazu unten) und einem Diamant im Brillantschliff wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit sehr gut bei Deiner zukünftigen Frau ankommen. Platin ist in Verbindung mit Diamanten ein zeitloser Klassiker und sie wird den Ring zu vielen Gelegenheiten tragen können. Ob nun im Abendkleid oder mit der kaputten Jeans - so ein Ring passt immer. Sie ist damit farblich völlig ungebunden und kann jedwede Kombination "wagen".

Worauf Du beim Kauf achten solltest, ist zunächst das Material. Platin wird in der Regel nicht als reines Element zu Schmuck verarbeitet. Es ist schlicht zu weich, als dass es dem harten Alltag lange widerstehen könnte. Platin wird mit anderen Metallen "legiert" - und hier sind wir schon bei der entscheidenden Frage: welche Platin-Legierung ist für einen Ring geeignet? Der Reihenfolge nach von sehr gut bis ganz schlecht:

Platin-Iridium 800/000, sehr weiß in der Farbe, sehr widerstandsfähig und es besteht zu 99,9 Prozent aus Edelmetall (Platin und Iridium sind Edelmetalle). Ferner weist diese Legierung die höchste Dichte auf - das heißt, da hast Du richtig was in der Hand (-Gewicht)! Sehr gut verträglich - Stichwort Allergien.
Problem: Du wirst diese Legierung nur bei erfahrenen Goldschmieden bekommen und kaum beim Händler (Juwelier).

Platin-Wolfram 950/000, dunkler und ein wenig leichter als Platin-Iridium, aber ebenso gut als Ringmaterial geeignet.

Platin-Kupfer 950/000, gut für sog. Treibarbeiten geeignet. Als Ring jedoch keine gute Idee - zu weich!

Platin-Cobalt 950/000, (Gussplatin) ganz schlechte Wahl - zu weich, hat einen eher unedlen Charakter. Auf keinen Fall wählen!

Es gibt noch weitere Legierungen, die aber eher experimentellen Charakter haben


Der nächste Punkt ist das Herstellungsverfahren - ganz einfach ausgedrückt: ein geschmiedeter Ring ist einem gegossenen immer vorzuziehen.

Der Diamant sollte wenigstens die Farbe Weiß, besser feines Weiß haben (fachlich nach GIA im Bereich von H bis F). Dabei gilt, je höher der Farbgrad, umso teurer der Stein.

Damit der Diamant sein Feuer auch wirklich zur Geltung bringen kann, ist der Schliff (in diesem Fall Brillant-Schliff) maßgeblich. Der Schliff (Politur, Proportionen) sollte schon "sehr gut" sein. Auch sollte der Stein nicht zu viele Einschlüsse und äußere Merkmale aufweisen - vsi (very small inclusions) ist aber noch in Ordnung. Hier gilt, je reiner der Stein, umso teurer.

Stein-Größe: als Beispiel nenne ich mal einen Brillanten von 0.33 ct (carat), der hat einen Durchmesser von gerade mal 4,5 Millimetern. Der so oft gewünschte 1 Karäter hat einen Durchmesser von 6,5 Millimetern...
Bleiben wir beim 0.33 er (vsi, feinesWeiß, Schliff: sehr gut, ohne GIA oder HRG Zertifikat), dann kostet der rund 1.000,- Euro im Einzelhandel. Dazu kommt das Material und die Kosten für die Anfertigung (variiert natürlich je nach Design), dann kommen etwa 1.800,- Euro dazu.
Somit musst Du für etwas "vernünftiges" mit rund 2.800,- Euro als Untergrenze rechnen.

HTH
Zeilenschreiber

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17. Dezember 2012 um 14:32
In Antwort auf zora_12749838

Platin-Ring mit Brillant
Hallo Charles,
gleich zu Anfang - 500 sind nicht realistisch.

Und bevor ich weiter auf Deine Frage eingehe, schicke ich voraus, dass ich Goldschmiedemeister bin. Nein, ich werde keine Eigenwerbung machen, sondern neutral und außerdem mit fachlichen Tipps auf Deine Frage eingehen.

Mit der weißen Farbe des Platins (mehr dazu unten) und einem Diamant im Brillantschliff wirst Du mit großer Wahrscheinlichkeit sehr gut bei Deiner zukünftigen Frau ankommen. Platin ist in Verbindung mit Diamanten ein zeitloser Klassiker und sie wird den Ring zu vielen Gelegenheiten tragen können. Ob nun im Abendkleid oder mit der kaputten Jeans - so ein Ring passt immer. Sie ist damit farblich völlig ungebunden und kann jedwede Kombination "wagen".

Worauf Du beim Kauf achten solltest, ist zunächst das Material. Platin wird in der Regel nicht als reines Element zu Schmuck verarbeitet. Es ist schlicht zu weich, als dass es dem harten Alltag lange widerstehen könnte. Platin wird mit anderen Metallen "legiert" - und hier sind wir schon bei der entscheidenden Frage: welche Platin-Legierung ist für einen Ring geeignet? Der Reihenfolge nach von sehr gut bis ganz schlecht:

Platin-Iridium 800/000, sehr weiß in der Farbe, sehr widerstandsfähig und es besteht zu 99,9 Prozent aus Edelmetall (Platin und Iridium sind Edelmetalle). Ferner weist diese Legierung die höchste Dichte auf - das heißt, da hast Du richtig was in der Hand (-Gewicht)! Sehr gut verträglich - Stichwort Allergien.
Problem: Du wirst diese Legierung nur bei erfahrenen Goldschmieden bekommen und kaum beim Händler (Juwelier).

Platin-Wolfram 950/000, dunkler und ein wenig leichter als Platin-Iridium, aber ebenso gut als Ringmaterial geeignet.

Platin-Kupfer 950/000, gut für sog. Treibarbeiten geeignet. Als Ring jedoch keine gute Idee - zu weich!

Platin-Cobalt 950/000, (Gussplatin) ganz schlechte Wahl - zu weich, hat einen eher unedlen Charakter. Auf keinen Fall wählen!

Es gibt noch weitere Legierungen, die aber eher experimentellen Charakter haben


Der nächste Punkt ist das Herstellungsverfahren - ganz einfach ausgedrückt: ein geschmiedeter Ring ist einem gegossenen immer vorzuziehen.

Der Diamant sollte wenigstens die Farbe Weiß, besser feines Weiß haben (fachlich nach GIA im Bereich von H bis F). Dabei gilt, je höher der Farbgrad, umso teurer der Stein.

Damit der Diamant sein Feuer auch wirklich zur Geltung bringen kann, ist der Schliff (in diesem Fall Brillant-Schliff) maßgeblich. Der Schliff (Politur, Proportionen) sollte schon "sehr gut" sein. Auch sollte der Stein nicht zu viele Einschlüsse und äußere Merkmale aufweisen - vsi (very small inclusions) ist aber noch in Ordnung. Hier gilt, je reiner der Stein, umso teurer.

Stein-Größe: als Beispiel nenne ich mal einen Brillanten von 0.33 ct (carat), der hat einen Durchmesser von gerade mal 4,5 Millimetern. Der so oft gewünschte 1 Karäter hat einen Durchmesser von 6,5 Millimetern...
Bleiben wir beim 0.33 er (vsi, feinesWeiß, Schliff: sehr gut, ohne GIA oder HRG Zertifikat), dann kostet der rund 1.000,- Euro im Einzelhandel. Dazu kommt das Material und die Kosten für die Anfertigung (variiert natürlich je nach Design), dann kommen etwa 1.800,- Euro dazu.
Somit musst Du für etwas "vernünftiges" mit rund 2.800,- Euro als Untergrenze rechnen.

HTH
Zeilenschreiber

Platin-Ring mit Brillant
Hallo Zeilenschreiber,

zu allererst bedanke ich mich für dieses außerordentlich fachliche Feedback. Du scheinst Dein Handwerk in der Tat zu beherrschen!

Viele dieser Inhalte wie die Legierungen und die Herstellungstechniken bedürfen einer weiteren Recherche, die aber nun einen guten Ausgangspunkt hat.

Worüber ich sehr überrascht bin ist die Höhe der Investition die ich dafür einplanen sollte. Ich weiß von meiner Schwester, dass sie sich gemeinsam mit dem jetzigen Ehemann Verlobungsringe aus Platin haben anfertigen lassen, die preislich bei ca. 1000 lagen.
Auch diesen Fakt werde ich nochmal erfragen.

Meine Mutter hat in dem Zusammenhang natürlich von der Zeit ihrer Verlobung und den Geschichten meiner Großeltern gesprochen, die eine elegante Möglichkeit bieten klassische und in Vergessenheit geratene Traditionen aufleben zu lassen. Dazu gehören neben der Art des Antrags auch ein goldener Ring zur Verlobung. das Ereignis liegt ja noch eine ganze Weile in der Zukunft aber das Thema ist unheimlich umfangreich und lässt sich schwer eindemmen.

Wie ist Deine professionelle Meinung zum Verlobungsring in Gold? Gold ist doch DAS Material für Schmuck - facettenreich, beständig und variantenreich.

Liege ich damit richtig?
Bekannt sind mir Weiß-, Gelb- und Rotgold.
Relevant für Schmuck bzw. Ringe sind sicher nicht alle.

VG und herzlichen Dank
Charles

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17. Dezember 2012 um 16:56
In Antwort auf cillmn_11975424

Platin-Ring mit Brillant
Hallo Zeilenschreiber,

zu allererst bedanke ich mich für dieses außerordentlich fachliche Feedback. Du scheinst Dein Handwerk in der Tat zu beherrschen!

Viele dieser Inhalte wie die Legierungen und die Herstellungstechniken bedürfen einer weiteren Recherche, die aber nun einen guten Ausgangspunkt hat.

Worüber ich sehr überrascht bin ist die Höhe der Investition die ich dafür einplanen sollte. Ich weiß von meiner Schwester, dass sie sich gemeinsam mit dem jetzigen Ehemann Verlobungsringe aus Platin haben anfertigen lassen, die preislich bei ca. 1000 lagen.
Auch diesen Fakt werde ich nochmal erfragen.

Meine Mutter hat in dem Zusammenhang natürlich von der Zeit ihrer Verlobung und den Geschichten meiner Großeltern gesprochen, die eine elegante Möglichkeit bieten klassische und in Vergessenheit geratene Traditionen aufleben zu lassen. Dazu gehören neben der Art des Antrags auch ein goldener Ring zur Verlobung. das Ereignis liegt ja noch eine ganze Weile in der Zukunft aber das Thema ist unheimlich umfangreich und lässt sich schwer eindemmen.

Wie ist Deine professionelle Meinung zum Verlobungsring in Gold? Gold ist doch DAS Material für Schmuck - facettenreich, beständig und variantenreich.

Liege ich damit richtig?
Bekannt sind mir Weiß-, Gelb- und Rotgold.
Relevant für Schmuck bzw. Ringe sind sicher nicht alle.

VG und herzlichen Dank
Charles

Schmuckkauf ist immer emotional.
Hallo Charles,
danke für Dein Feedback. Zum Thema, natürlich kann man alles bis einem gewissen Grad billiger machen. Da Du aber klugerweise schon etwas im Voraus planst, hier ein paar Denkanstöße

Edelmetalle kosten auf der ganzen Welt dasselbe! Ob ich nun in München, Dubai oder New York hundert Kilo kaufe, ist zunächst egal. Rechnet man die Währungen um, zahlt man überall dasselbe. Warum sollte auch jemand günstiger verkaufen, als er muss? Kann ich also beim Materialeinkauf sparen? Nein, nicht wirklich (ich lasse die Feinheiten mal weg).

Kann ich beim Diamanten sparen? Ja, durchaus möglich wenn man Ahnung von der Materie hat. Als Endverbraucher dürfte das jedoch schwierig werden, weil Du keinerlei Referenzen hast, die Du zum Vergleich heran ziehen könntest. Ferner musst Du Dich zwingend mit der Nomenklatur im Diamantbereich vertraut machen. Du kannst nur dann die Preise der Steine vergleichen, wenn Du deren Qualität genau kennst. Die Qualitätskriterien von Diamanten finden sich zwar überall im Web, nur nutzen werden sie Dir nicht, weil Du sie mangels Ausbildung in diesem Bereich nicht verstehst bzw. umsetzen kannst. Ein Brillant ist zwar ein Diamant, aber ein Diamant ist noch lange kein Brillant! Von den vielen anderen Schliffarten mal ganz abgesehen

Das größte Spar-Potential liegt also im Bereich der Fertigungskosten und im Materialeinsatz. Eine Ringschiene kann 2,3 Millimeter stark (hier meine ich nicht die Breite!) sein, sie kann aber auch nur 0,8 Millimeter dünn sein. Der Ring kann komplett gegossen werden (mit der Igitt-Legierung Platin-Kobalt) oder er kann in Handarbeit aus Platin-Iridium geschmiedet werden ein gewaltiger Qualitätsunterschied. Der Ring kann in Billiglohnländern von Kinderhänden gefertigt werden (ja, ist leider genauso, wie in der Bekleidungs- und Schuhbranche!) oder von Handwerksmeistern in Deutschland. Auch beim Grad der Politur lässt sich sparen eine geschmirgelte Platin-Oberfläche ist wesentlich günstiger als eine perfekt polierte. Bei der Qualität und beim Gewicht des Diamanten lässt sich ebenso gewaltig sparen.

Du siehst, da geht was. Es ist halt die Frage, was Du letztlich für Dein Geld bekommen möchtest. Schenken wird Dir niemand etwas. Beim Kauf von Schmuck kannst Du nur bei der Qualität sparen was ich auf eine gewisse Weise als befremdlich ob des gewünschten Verwendungszwecks empfände.

Ob nun Gelb-, Rot- oder Weißgold, hier gilt ähnliches, wie beim Thema Platin. Schau Dir halt Deine zukünftige Frau an. Was wird ihr besser gefallen, welcher Typ ist sie, was findet sie schön? Diese Frage kann ich nicht beantworten. Beim Antragsring entscheidest Du - letztmalig allein was es sein soll. Danach müsst ihr Entscheidungen gemeinsam tragen

Zeilenschreiber

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18. Dezember 2012 um 13:10

Guck mal hier
http://www.amoonic.de/celebrity-weissgold-585-saphir-facettenschliff.html
der ring ist wunderschön und der Preis liegt in deiner Hand, du kannst gerne Platin haben, dass ist aber wiederrum teurer oder zb weißgold, was ja auch sehr hochwertig ist.

Viel Glück bei deiner Suche, seefeen

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18. Dezember 2012 um 13:39
In Antwort auf seefeen

Guck mal hier
http://www.amoonic.de/celebrity-weissgold-585-saphir-facettenschliff.html
der ring ist wunderschön und der Preis liegt in deiner Hand, du kannst gerne Platin haben, dass ist aber wiederrum teurer oder zb weißgold, was ja auch sehr hochwertig ist.

Viel Glück bei deiner Suche, seefeen

Und - welches Material?
Ich würde sagen nette Idee - handelt es sich bei den Bildern lediglich um gerenderte, nicht reale Stücke.

Wie mag da wohl das reale Stück aussehen?

Im übrigen wird auch hier kein Wort über die Zusammensetzung des Materials verloren...

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14. Januar 2013 um 18:01

Tipp zum Onlineshop
Hallo Charles,
ich denke 500.- sind bei Platin nicht realistisch, aber Palladium ist eine gute Alternative, wenn Platin zu teuer ist.
Jedenfalls würde ich mich mal bei www.kodega.de umkucken, da gibts hochwertigen Schmuck zu günstigen Preisen. Die sagen die können die Preise so günstig halten, nicht weil an der Qualität gespart wird, sondern weil alles ausschließlich online verkauft wird und somit keine Shopmiete etc anfällt. Der Versand ist ebenfalls kostenlos! Viel Glück!

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