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Konventionen ade, ich bin frech und trage was mir gefällt !

28. Dezember 2008 um 19:02

In der heutigen Zeit, wo sich so viele Schubladen gebildet haben, daß jeder irgendwo einzuordnen geht, habe ich das Modediktat gründlich satt. Ich werde als Mann im nächsten Urlaub auch Schottenröckchen aus der Damenabteilung kaufen und tragen. Länge max. 45cm ! Da ich sportlich sehr gut trainiert bin, glaube ich daß mir das genau so gut passt wie den Damen hier. Es ist als Mann mit etwas Mut verbunden sich so zu outen. Was andere Männer denken ist mir völlig egal. So egal, als ob in Wien ein Backstein in die Donau fällt !

Aber was sagt Ihr Frauen denn zu Männern, die einfach gegen den Strom der langweiligen Männermode schwimmen ? Ich bin nicht schwul und habe es noch nie gemocht, mich Konventionen unterwerfen zu lassen. Ich liebe Frauen und nur Frauen !

Gibt es denn etwas was Euch sonst noch an Männern gefallen würde, das in der heutigen Zeit als total unmännlich angesehen wird ?

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28. Dezember 2008 um 19:58

Willkommen in der eisernen Runde der Männer, die Männer sein wollen
Du machst es richtig, und so sollten es immer mehr Männer machen: Den öden Kram in der Herrenabteilung (sofern es überhaupt noch eine solche gibt) einfach liegen lassen und sich dort bedienen, wo man wirklich noch Auswahl hat (Ihr wisst ja, was ich meine )
Und vor allem die Kleidung auch in der Öffentlichkeit tragen und sich dazu bekennen. Es braucht Überwindung, aber nur so kann man hoffentlich was auf dem Markt der Herrenklamotten bewegen.
Ich hab erst vor wenigen Tagen gemerkt, dass die Befürchtungen auf negative Reaktionen sich eigentlich nur in unseren Köpfen abspielt, denn die Wirklichkeit sieht anders aus: Ich war von der Familie meiner Frau nach Belgien eingeladen worden, um dort Weihnachten zu verbringen, insgesamt waren wir zu 20 Personen. Alle Männer waren in Anzug und Kravatte erschienen, mit Ausnahme von mir: Knackenge Bootcutjeans, tailliertes Slim fit Hemd mit Pullunder und....dazu sportliche Ballerinas! Also völlig entgegen den Konventionen. Aber ich wurde von niemandem schief angeguckt geschweige gab es dumme Sprüche.

Deshalb an alle Männer da draussen: TRAUT EUCH und sagt dem tristen Einheitsbrei den Kampf an!

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29. Dezember 2008 um 12:01

Falscher Titel
nicht "ich bin frech", sondern "ich bin ich" wäre wohl richtiger.

Was das mit Sexualität zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht ganz; und mit homosexualität schon gar nicht. Ich lebe im Dunstkreis von Köln, also der deutschen Schwulen-Hochburg. Diejenigen, die ich bislang als solche erkannt habe, trugen alle Hosen. Auch die Frauen hier tragen überwiegend Hosen, ohne deswegen lesbisch zu sein oder zu glauben im falschen Körper zu stecken.

Es ist nur eine Frage des selbstbestimmten Handelns. Wenn Du Dich irgendwelchen Konventionen unterwirfst (wo steht überhaupt geschrieben, daß Mann nur Hose tragen soll?), tust Du etwas das andere von Dir verlangen. Ein Mann der selbstbestimmt lebt, tut was er will!

Gruß
Jürgen

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29. Dezember 2008 um 14:16

Du wirst hier ...
... und anderswo nur wenig Feedback von Frauen bekommen. Die meisten Frauen sind modisch nicht fit genug, um unkonventionelle Bekleidungsideen zu entwickeln oder zumindest ohne Vorbehalte beurteilen zu können. Männer übrigens noch weniger. Es hat schlicht damit zu tun, daß ein Verstoß gegen die Erwartungen zu Verwirrung führt und mit teilweise sehr bizarren Erklärungsversuchen begegnet wird.

Hinzukommt, daß das Thema den meisten Frauen mittlerweile einfach über ist (manchen Männern übrigens auch) -- mach es einfach, achte auf die Reaktionen in Deinem Umfeld und sammle Erfahrungen. Das ist die Crux mit unkonventionellen Kleidungsstilen: Es mangelt allen Beteiligten --den Experimentierwütigen und den Betrachtern-- einfach an Erfahrung mit sowas.

Deine Frage danach, was an Männern gefallen würde, was heute als unmännlich gilt, kannst Du ja mal probeweise umformulieren: Was würde denn an Frauen gefallen, was heute als unweiblich gilt? Wenn es Dir dann noch gelingt, jedwede Form sexueller Stimulation bei der Bewertung außen vor zu lassen, kriegst Du eine Vorstellung dessen, was an geschlechterübergreifender Kleidung überhaupt als ästhetisch empfunden wird. Vieles aus der Damenmode dient tatsächlich nur dazu, die körperlichen Reize von Frauen Männern schmackhaft zu präsentieren. Umgekehrt funktioniert das nicht ganz so, denn was Männer an Frauen sexuell reizvoll finden, ist nicht das, was Frauen an Männern sexuell reizvoll finden. Es gibt einige stilistische Elemente, die Mann wohl dennoch aus der Damenmode entlehnen kann, es ist aber ein wenig Aufwand zu betreiben.

Voraussetzungen:
1. Eine schlanke Figur hilft ungemein. Männer setzen am Bauch an, das wirkt mit den meisten, doch recht körperbetonenden Kleidungsstücken aus der Damengarderobe einfach nicht.
2. Herrenmode ist dadurch geprägt, möglichst viel Haut zu verdecken. Es ist eine reine Vermutung, die aber sehr plausibel ist, daß es größtenteils darum geht, behaarte Körperpartien zu verstecken. Ein ästhetisches Erscheinungsbild wird nicht oder nur schwierig mit behaarten Beinen, Brust oder Rücken zu erreichen sein. Eine Enthaarung ist geraten.

Elemente:
1. Bein zeigen. Männer haben oftmals schöne Beine, da muskulöser und weniger Fett -- es schwabbelt einfach weniger als bei Frauen. Das geht über kurze Hosen (oder Röcke) oder auch über enge Hosen (Röhrenjeans oder --igitt -- Leggings).
2. Dekolleté zeigen. Männer haben keinen Busen aber Brust. Die kann tatsächlich auch schön aussehen. Ein tiefer V-Ausschnitt ist durchaus tragbar (s.a. z.B. American Apparel Unisex Sheer Jersey Short Sleeve Deep V-Neck. Es sollte nur nicht so schlabbern wie auf den Bildern dort ).
3. Pflege. Hände eincremen, Fingernägel zurechtfeilen, vielleicht sogar polieren. Gegen einen Klarlack wirst Du kaum Einwände finden, bei Farben kannst Du mit mehr Kritik rechnen. Haare ordnen und frisieren. Allzu aufwendige Frisuren werden wohl noch lange Zeit als weiblich betrachtet, vielleicht findest Du aber was.
4. Farben, Muster, Zierelemente. Weg vom Schwarz, weiß, grau oder braun. Farben, auch knallige, können durchaus am Mann kleidsam sein. Es widerspricht zwar der weitverbreiteten Einstellung, als Mann nur ja keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, aber das Problem scheinst Du weniger zu haben. Auch Kleidung nach rein funktionalen Gesichtspunkten auszuwählen, kann man sein lassen. Mittlerweile ist es ja schon durchaus 'akzeptiert' als Mann Zierschnallen und -riemen an der Kleidung zu haben, aber auch da kann man noch experimentieren.
5. Körper betonen. Es geht durchaus auch als Mann, körperbetonte oder hautenge Kleidung zu tragen.

Schwierigkeiten: Es kann durchaus helfen, wenn man sich im Kleidungsstil an Frauen orientiert. Gerade was das Alter angeht, gibt es da oftmals Fehleinschätzungen, was man noch so tragen kann. Eine Frau in ihren 50ern wird wohl nur noch selten einen Minirock im Alltag auf der Straße anziehen (zu Partys und Feierlichkeiten geht das sicherlich). Viele Männer fangen ja erst in einem bestimmten Alter an, aus den Modekonventionen auszubrechen und versuchen dann, sich wie ein Teenager-Mädchen anzuziehen. Es ist wohl nachvollziehbar, daß zwei gleichzeitige Experimente (unkonventionell _und_ 'unangemessen' jugendlich) so manchem übel aufstoßen.

So, ich habe bestimmt vieles vergessen, aber jetzt reicht das auch schon wieder.

LG
Madinside

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30. Dezember 2008 um 13:59

Danke
Danke für Eure Antworten, die sehr hilfreich sind.

Es stimmt schon, Mann hat nichts davon als graue Maus in der Masse zu verschwinden.

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