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Gedehnte Ohrlöcher (Tunnel u.s.w.), Beruf ect.

11. März 2014 um 22:24

Hallo, ihr Lieben.

Schon seit längerem bin ich am überlegen, ob ich meinen Körper "verzieren" mag. Sehr gerne würde ich mir einen Flesh-Tunnel machen lassen (http://de.wikipedia.org/wiki/Fleischtunnel), jedoch eher dezent und nicht zu auffällig.
Nun habe ich so oft bedenken gehört, das es im Beruf hinderlich sein könnte, zuletzt Heute im DM: ich war im Gespräch mit meiner Oma und sie meinte, das sie es gut fände. Doch dann drehte sich eine völlig fremde Dame um und mischte sich ungefragt in unser Gespräch ein und meinte, damit würde ich ja eh keinen Job nach dem Studium finden, es sei unseriös ect. Ich konnte es kaum fassen und war wirklich schockiert.

Ich habe herausgefunden, das es sogar "Hider-Plugs" gibt, die man für die Arbeit einsetzen kann, sodass die Tunnel eben nicht auffallen, sofern der Arbeitgeber etwas einzuwenden hat.

Oft denke ich, das gerade solche Leute gerne mal etwas "ausprobieren" würden, sich aber lieber anpassen, wobei mir nicht ganz in den Sinn kommt bei was. Was sagt bitte Ohrschmuck über meine Qualitäten in meinem Beruf aus und über meinen Charakter als Mensch ?
Zeig mir deine Ohren und ich sag dir wer du bist ?
Natürlich muss das Geld auch irgendwo her kommen, aber es gibt genügend Arbeitnehmer, die einen schlechten Job machen und keinen Schmuck tragen. Doch wenn, wird es im Zweifel auf den Schmuck, Tunnel ect. zurückgeführt ?

Wie ist eure Meinung dazu ? Hat man wirklich schlechtere Chancen damit im Beruf, obwohl man die Löcher auch "zudecken" kann ?

Danke für die Antworten und sorry, wenn es etwas zu lang geworden ist.

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12. März 2014 um 9:17

Das
ist nicht einfach zu beurteilen. Die meisten Leute assozieren Körperschmuck wie Piercings, Tatoos , also wo ein Eingriff nötig ist, um den Schmuck anzubringen, mit Unseriös, dass man ein Freak sei etc. Das sind vorhandene Klischees, welche nur schwer aus den Köpfen zu bekommen sind.
Natürlich ist ein Flesh-Tunnel was anderes als einen herkömmliches Ohrring, aber es kommt ja auch auf die Art an, wie man es nach aussen hin präsentiert. Ich meine, wenn Du ansonsten eine gepflegte Erscheinung abgibst, sollte das in Ordnung sein.
Schlechtere Chancen im Beruf vermag ich nicht zu sagen, ich trage selbst keinen Schmuck o. ä., weiss aber von Unternehmen, wo man schon argwöhnisch betrachtet wird, wenn man selbst nur die Haare nicht mainstreamlike hat.
Bei Frauen ist man aber generell nachsichtiger, Männer haben, was das Äussere betrifft, schlechtere Karten. Was ich auch nicht in Ordnung finde, weil beide Geschlechter gleich behandelt werden sollte und nicht eins bevorzugt werden sollte. Und vor allem sollten im Beruf auf die Qualifikation ein Augenmerk gelegt werden, nicht nur aufs Äussere.
Denn wir haben schon genug Nieten in Nadelstreifen an der Spitze stehen, wenn Du verstehst, was ich meine.

Ich sage mal: Probiers aus, und achte auf die Reaktionen Deines Freundeskreises und Deiner Verwandten. Fremde Leute sollten Dir keine Angst machen, mit denen hast Du eh nix zu tun.
Was den Beruf angeht: Chefs, die nicht nur mit Scheuklappen durchs Leben gehen, achten auf wesentlichere Dinge, als nur auf nonkonformen Schmuck. Bei Arbeitskollegen ebenso.

Bei mir ist es ähnlich, ich kleide mich nicht mainstreamlike und habe bei meiner Einstellung auch gar nicht erst gefragt, welche Kleidernorm üblich ist. Ich bin selbstbewusst genug, so zu sein, wie ICH es möchte, nicht wie die anderen mich haben wollen.

Also zieh auch Dein Ding durch

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13. März 2014 um 10:13

Vertrauen
Sicherlich hat das äußere Erscheinungsbild nicht mit der Arbeitsqualität zu tun. Aber: im Beruf hat auch vieles mit Vertrauen zu tun. Stell Dir vor Du gehst zur Bank und willst dein Geld anlegen. Der Bänker ist ein(e) tätowierte(r), gepiercte(r) Mann/Frau mit Tunneln und blauen Haaren (Extrembeispiel). Würdest Du Ihm, als Stellvertreter der Bank, dein Geld anvertrauen? Würden es andere tun? Die Cheffs stellen diejenigen ein von denen Sie sich am meisten erhoffen. Erster Eindruck halt. So kommt so manche "Niete" schonmal an gutbezahlte Jobs.

Es wurden schon Verhandlungen abgebrochen, bevor Sie überhaupt begonnen haben, weil der Gegenüber keine Krawatte getragen hatte. Selbst erlebt. Irrsinn, aber so funktioniert die Welt nunmal.

In seriösen Berufen (Lehrer, Bank, Wirtschaft,...) denke ich schon, dass Du Dir damit ein Eigentor schießt, wenn Du es nicht verbergen kannst.

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13. März 2014 um 20:16

Ein energisches vielleicht
Im Wesentlichen kann ich mir nur der Meinung von ded108 anschließen:

Es kommt darauf an, wo Du arbeitest und wieviel Kundenkontakt Du hast. In einer Bank, wo konservative Kundschaft, die sich schon darüber aufregt, wenn man(n) keine Krawatte auf der Straße trägt, zu erwarten ist, ist ein Flesh-Tunnel wohl eher unvorteilhaft. Arbeitest Du in einer flippigen Boutique, sieht das schon wieder ganz anders aus. Ohne Kundenkontakt kommt es nur auf die Reaktion Deiner Arbeitskollegen und auf Dein Selbstbewusstsein an.

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28. März 2014 um 20:54


Hat sich erledigt!

Ich hab mit dem Dehnen begonnen, weil ich es einfach schön finde. Ja, ich habe als angehende Journalistin natürlich auch Kontakt mit Politikern, Beamten und anderen mehr oder weniger "wichtigen" Leuten.
Mich hat es gestört, das viele in Foren ähnliche Fragen gestellt haben wie ich und Bedenken wegen dem Beruf haben.Aber das ändert mich nicht als Mensch und nichts an meinem Charakter und ich will mich nicht nur an meinen "Ohren" einschätzen lassen.
Ich finde sie jetzt schon schick und ich freue mich, wenn nächsten Monat ein Millimeter zukommt.
Danke für eure Antworten.

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