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Feminismus/Emanzipation vs Kleidungsstil

18. Oktober 2008 um 17:02

Hi!
Hatte gestern mit einer Bekannten eine -zugegebenermaßen etwas alkoholgeschwängerte - Diskussion über Emanzipation und Feminismus und so.

Sehe mich als sehr emanzipierte Frau, der die Rolle der Frau in der Gesellschaft ein großes Anliegen ist, trotzdem bekam ich irgendwann an den Kopf geworfen, ich könnte doch gar nicht emanzipiert sein, weil ich mich so kleide wie ich kleide.
Dazu muss man sagen, dass ich mich sehr gerne sehr weiblich kleide: Ich mag Röcke lieber als Hosen, liebe meine High Heels über alles und trage sie fast immer, lege viel wert darauf, auch drunter was schönes anzuhaben... Bin halt gerne Frau, mag meinen Körper und zeige ihn auch gerne.
Die Bekannte meinte - auch in Bezug auf mein gestriges Outfit - allerdings, dies wäre nur eine Ausdruck der Reduzierung der Frau auf ein Objekt usw usf....
Dabei war ich gestern in keinster Weise 'offenherzig' angezogen: Schwarzer Bleistiftrock, bordeauxroter Rolli und ebensolche hohe Schuhe, dazu hautfarbene Netzstrümpfe.

Wie seht ihr das? Ist man weniger emanzipiert, nur weil man sich weiblich kleidet?


kleiner Zusatz: Was ich auch noch dazusagen will: Bin bi, stehe mehr als Frauen als auf Männer, und lebe schon länger in einer Beziehung mit einer rein lesbischen Frau, die sich selbst als Kampflesbe bezeichnet und sich ähnlich, wenn nicht 'offenherziger' kleidet wie ich.

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18. Oktober 2008 um 22:08

Ich
würde sagen, dass Leute, die Emanzipation ernsthaft durch Kleidungsstile definieren, das Wort wahrscheinlich nicht einmal richtig buchstabieren können. Emanzipation, egal von wem, heißt in erster Linie Selbstsicherheit, und die eigenständige Wahl der Lebensweges. Dieser schließt auch solche "Kleinigkeiten" wie Kleidung, Auftreten, Dekoration der Wohnung usw mit ein. Ganz sicher bedeutet Emanzipation aber nicht, sich dann von Möchtegerns erzählen zu lassen, was man nun als emanzipierte Person erst einmal NICHT darf. Was für ein Unsinn.

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19. Oktober 2008 um 0:01

Bleib Dich treu !
Liebe Annecathrine,
provokativ gesagt, würde ich fast behaupten, dass Dein Stil gerade ein Zeichen der Emanzipation ist !...
Leider ! Seit einigen Jahren (Jahrzehnten ? !!!) scheinen die meisten Frauen gar nicht mehr in der Lage zu sein, schöne, stillvolle und eigenartige (charaktervolle) Kleidungen zu tragen. Ich finde es nicht nur Schade sondern sehr peinlich für die Frauen, die sich so geschmacklos anziehen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass irgendwelcher geheimer Wettbewerb stattfindet:

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19. Oktober 2008 um 0:11

Bleibe Dich treu !
Liebe Annecathrine,
provokativ gesagt, würde ich fast behaupten, dass Dein Stil gerade ein Zeichen der Emanzipation ist !...
Leider ! Seit einigen Jahren (Jahrzehnten ? !!!) scheinen die meisten Frauen gar nicht mehr in der Lage zu sein, schöne, stillvolle und eigenartige (charaktervolle) Kleidungen zu tragen. Ich finde es nicht nur Schade sondern sehr peinlich für die Frauen, die sich so geschmacklos anziehen.
Manchmal habe ich das Gefühl, dass irgendwelcher geheimer Wettbewerb stattfindet ! Um charakterlos, geschmacklos und unscheinbar auszusehen.

Weiblichkeit kann doch so schön sein !
Still, Eleganz, Geschmack können doch so stark Temperament und Selbstbewusstsein zeigen.
Das hat nicht besonderes mit Schönheit zu tun, sondern es ist Austrahlung.
Liebe Annecathrine ! Bleibe Dich Treu !
Ich finde Dein Kleidungsstil schön und sehr ansprechend. Du zeigst Deine Persönlichkeit, ohne dafür zu versuchen, wie alle Andere auszusehen. Du bist doch die Emanzipierte !
Liebe Grüsse,
Sixtine
---
PS: Aufgrund einer Panne ist zuerst nur die erste Abschnitt versendet worden Sorry !

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18. November 2008 um 12:56

Ich hätte selbst vor 1000 Jahren eine HOSE getragen!!
die verbotenen früchte schmecken am besten, es hat ziemlichen Reiz damals auf die Frauen ausgeübt einfach mal BEQUEME kleidung zu tragen anstatt sich in die biederen röckchen , corsagen, blusen reinzuzwängen.
und es fühlt sich gut an eine Hose und Pulli tragen zu dürfen!!!!
Man fühlt sich nicht so eingeschränkt wie in den unbequemen schicken Klamotten, die als feminin gelten nur um den männlichen Vorstellungen von einer Frau gerecht zu werden.
Jeans steht für unabhängigkeit und freiheit! Man kennt es schon aus der Werbung nicht wahr...
Der sog "Schlabberlook" will euch Männer das vermitteln: wir sind freie menschliche Wesen aus fleisch und blut, und als solche wollen wir wahrgenommen werden, und nicht als Puppen und Zauberwesen aus eurer Phantasie. Die können wir gerne im Schlafzimmer sein

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18. November 2008 um 12:58

Jedem das seine
so wie man jeans und pulli tragen darf, sollte man bzw frau auch feminin kleiden dürfen - warum nicht. Du bist ein freies wesen udn kannst machen und tun was du willst.
Es geht darum eine Wahl zu haben und nicht irgendeine Pflichtuniform zu tragen, nur um etwas nach außen auszudrücken.

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18. November 2008 um 16:10

Also ...
... ich kann mich am Anblick eines stilvollen und schönen Mannes auch erfreuen. Sieht man leider nur sehr selten. Und nein: Bloßes Nachäffen von Anzugtragen ohne Sinn und Verstand ist nicht Stil .

LG
Madinside

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19. Dezember 2008 um 16:14

Du hast nicht recht
Hallo Dressman,

ehrlich gesagt habe ich jetzt schon ein paar deiner Kommenate gelesen und sie greifen mich schon etwas an ......

Ich (wohnhaft in Berli) trage im sommer gerne Röcke (etwa knielang). Allerdings habe ich keine schönen Beine.
Im Sommer trage ich zwar, Röcke ( nur knielang) aber ich habe ein Problem mit meinen Beinen (Ansätze von Krampfadern Venen sind blau und man sieht sie recht gut). Meine Alltags Stilettos, Pumps oder Stiefletten (außer festliche Schuhe) haben ca.3 - 6cm Absätze.

Oberhalb des Gürtels bin ich 100% zufrieden mit mir, betone auch gerne meine Vorzüge.

Klar trage ich gerne Stoffhosen (mein Arbeitsplatz war Mitte, du verstehst) und schöne Oberteile - nun einfach mal keine Röcke wenns nicht sein muss. Klar könnte ich mir Baumwollstrümpfe anziehen - aber mein Mann sagt das gefällt ihm gar nicht. Und durch die Nylonstrümpfe sieht man nun mal die Adern

Denke einfach mal daran, dass du von manchen Frauen die Beine gar nicht sehen möchtest.








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20. Dezember 2008 um 11:41

Ich
möchte keinesfalls als Frau mit Angela Merkel auch nur entfernt verglichen werden, geschweige denn sie als Gallionsfigur für irgendetwas was mit Weiblichkeit zu tun hat sehen. Sie mag eine gute Politikerin sein, eine Frau ist sie nicht. Ebenso wenig wie Alice Schwarzer und all diese Kampfemanzen, die meinen sofort ur wie selbstständig zu gelten, wenn sie sich möglichst wie ein Mann kleiden und benehmen. Applaus für diese Leistung, welch ein Quell an Originalität und Unabhängigkeit....

Ich habe deutlich mehr Röcke und Kleider als Hosen, ich trage wirklich weibliche Kleidung unglaublich gern, und ich werde den Teufel tun, mir je von irgendeiner Möchtegernemanze erklären zu lassen, was ich tragen DARF, damit mich ihresgleichen als emanzipiert ansehen. Wie es ein Bekannter von mir in solchen Situationen treffend auszudrücken pflegt: "Am Arsch".

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